15.11.2017

"Bionik an der TUM – Vorbilder der Natur für technische Lösungen"

Am 15.11.2017 spricht Prof. Dr. Harald Luksch, Leiter des TUM-Lehrstuhls für Zoologie, über die fächerübergreifende Bionik-Forschung an der Technischen Universität München. "Bionik" ist ein zusammengesetzter Begriff aus "Biologie + Technik" – und genau darum geht es: Phänomene aus der Biologie erst grundlegend zu verstehen und dann kreativ in Technik umzusetzen, zum Wohle des Menschen. Dazu arbeiten Biologen eng mit Physikern, Chemikern, Ingenieuren, Architekten und Materialforschern zusammen.

Prof. Harald Luksch (Bild: TUM)

Die Natur hat im Verlauf der Evolution Lösungen für zahlreiche Probleme gefunden, vor denen auch der Mensch steht. Diese natürlichen Lösungen zu analysieren und hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit auf die Technik hin zu überprüfen ist der Ansatz der Bionik. Klassische Beispiele dafür sind der sog. "Lotuseffekt" und die Haifischhaut, aber auch im Bereich der Informationsverarbeitung kann Bionik überraschende Lösungen anbieten.

Allerdings geht es nicht nur darum, Ideen aus der Natur zu kopieren: Zuerst liegt das Augenmerk der Forschung auf dem grundlegenden naturwissenschaftlichen Verständnis ihrer Entstehung und Funktion. In seinem Vortrag erläutert Professor Luksch die Grundlagen der Bionik und stellt anhand einer Reihe von Beispielen vor, wie an der TUM und am WZW daran geforscht wird.


Vortragstermin:
Mittwoch, 15.11.2017, 19.30 Uhr
im Großen Sitzungssaal des Rathauses Freising (Obere Hauptstr. 2)



Über den Referenten:

Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Harald Luksch studierte Biologie an den Universitäten Bonn und Köln. Nach anschließenden Forschungsaufenthalten in Bremen und San Diego (USA) ging er an die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule in Aachen, wo er auch die Lehrbefugnis für Zoologie erhielt.

Seit 2007 leitet er den TUM-Lehrstuhl für Zoologie am WZW. Seine Forschung an Mechanismen zur Verarbeitung von Sinneseindrücken im Gehirn bezieht die Übertragung auf technische Systeme, beispielsweise in der Robotik, mit ein.

Professor Luksch ist Studiendekan für Biowissenschaften am Wissenschaftszentrum Weihenstephan und hat kürzlich auch die Leitung des Leonardo da Vinci-Zentrums für Bionik an der Technischen Universität München übernommen.